• Elisa Witt

#10 Besser geht´s nicht.

Was hat dich zuletzt nervös gemacht? Deinen Atem beschleunigt? Deinen Körper auf die gewisse Art und Weise zum Kribbeln gebracht?

Dich nicht schlafen lassen. Dich angetrieben. Dich sagen wir zum Leben erweckt?

Es gibt sicher viele Antworten, zum Beispiel die romantische, die von der Liebe spricht oder die abenteuerlustige, die einen Bungee Sprung beschreibt oder eben die, die so lebendig ist, wie kaum etwas anderes: eine Gründergeschichte.

Ich bin nicht nur begeistert von Ideen und Menschen, sondern gerade zu aufgewühlt, wenn ich Gründer*innen erlebe, die davon erzählen wie sie eigene Marken aufbauen, Innovationen erfinden, wie sie für etwas brennen. Mich erfüllt das mit Ansporn und Lebendigkeit. Leidenschaft darin zu spüren deinen eigenen Mehrwert zu schaffen, ist unbeschreiblich großartig. Jeder sollte das haben. Gestern Abend bei DHDL war es die Gründerin Jenni Baum-Minkus, die eine Nagelfarbe auf den Markt gebracht hat und ein Beautyprodukt plötzlich so atemberaubend spannend beschreibt, dass jeder sich am liebsten sofort eine eigene Beautymarke aufbauen möchte. Vor vielen Jahren beeindruckte mich Fynn Kliemann, der mittlerweile auf anderen Sphären kreist, aber damals so herrlich unbesorgt und frei durch die Welt (ein Dorf bei Bremen) spazierte, dass man einfach nur mitgerissen wurde. Selbstständig arbeiten zu dürfen ist wirklich eine Bereicherung. Du bist stolz auf das, was du tust. Du bist erfüllt und lernst nie aus. Also ja du lebst. Der Weg zur Arbeit ist kein alltäglicher Trott. Ein Montag beudeutet endlich wieder etwas schaffen. Und natürlich gibt es hier Höhen und Tiefen und vermutlich ist alles emotionaler als anderswo, aber so ist das mit dem Leben. Es macht was es will. Es gibt Gründungen, die schief laufen. Die Unternehmer*innen stehen dann auf einer Fuck Up Night, wie vor Corona mit 90 Gästen noch bei uns im Laden. Sie erzählen vom Scheitern. Von Problemen und von Hürden. Sie erzählen vom Leben. Meist - eigentlich kenne ich nur solche Geschichten - kommen sie danach umso aufgeräumter und erfolgreicher wieder zurück. Soll es also so sein, dass du scheiterst? Die erste Liebe keine erfolgreiche ist. Der erste Job nur ein Übergang und deine erste Gründung kompliziert verlaufen muss? Vielleicht ist das der Lauf der Dinge und du bist am Ende dennoch immer eine Gewinner*in. Die Hauptsache ist du lernst daraus.


Nach einem Jahr Gründergeschichte kann ich sagen, dass ich aufgeräumter und glücklicher bin als je zuvor. Egal was gerade passiert oder wie die Tage manchmal laufen. Diese Aufgabe einen Ort aufzubauen, der die Stadt bereichert, die Bewohner bespaßt und mich hier leben lässt, hat mich zu 100% abgeholt. Ich bin stärker. Ich bin erwachsener und viel mehr ich selbst geworden. Ich habe noch mehr Freunde, bin noch enger mit meiner Familie und habe den besten Mann kennen lernen dürfen. Es könnte also nichts besser sein. Jede kleine Hürde, die ich genommen habe, hat mich dazu gemacht. Das Feedback zu einer Gründung wie diese ist großartig - selbst heute noch ein Jahr später. Ich kann also nur jedem raten: wenn dich etwas so außer Atem bringt, dich nervös macht, dann halt daran fest. Mach was daraus. Wenn du Angst hast, dann mach es nicht alleine. Komm in den tisch, finde Partner, hol dir Unterstützung. Ich bin bei jeder guten Idee sofort mit dabei! Ja es kribbelt schon wieder, ja so langsam soll der Plan aufgehen: der Tisch soll mein Coworking Space werden an dem ich weiter gründe, plane, arbeite. Ich will das Konzept nutzen. Das Geld soll fließen, damit der Laden läuft. Immerhin war der August großartig, vielleicht ist das ein Zeichen für den Aufschwung?


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